Gericht/Institution:BMAS
Erscheinungsdatum:28.11.2018
Quelle:juris Logo
Norm:§ 154 SGB 6

Bundeskabinett beschließt neuen Rentenversicherungsbericht

 

Das Bundeskabinett hat am 28.11.2018 den Rentenversicherungsbericht 2018 sowie den Dritten Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre beschlossen.

Gemäß ihrer gesetzlichen Verpflichtung informiert die Bundesregierung mit dem Rentenversicherungsbericht jährlich über die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre (gemäß § 154 Abs. 4 SGB VI) beruht ebenfalls auf einem gesetzlichen Auftrag und dokumentiert die Entwicklung der Arbeitsmarktlage sowie die wirtschaftliche und soziale Situation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Rentenversicherungsbericht 2018

Die wesentlichen Ergebnisse des Rentenversicherungsberichtes sind:

• Für Ende 2018 wird eine Nachhaltigkeitsrücklage von rund 38 Mrd. Euro geschätzt.

• Das Sicherungsniveau vor Steuern beträgt derzeit 48,1%. Ein Absinken des Sicherungsniveaus unter 48% werde bis zum Jahr 2025 durch die Sicherungslinie verhindert, die durch das Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt wird und die erstmals im Jahr 2021 greifen soll.

• Der Beitragssatz bleibt bis zum Jahr 2023 stabil bei 18,6% stabil. Anschließend steigt der Beitragssatz auf 19,9% im Jahr 2024 und würde im Jahr 2025 die Sicherungslinie von 20% überschreiten.

• Nach dem Jahr 2025 wird der Beitragssatz weiter bis auf 22,1% im Jahr 2030 steigen. Zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2032 beträgt er 22,5%. Ab dem Jahr 2026 wird das Sicherungsniveau vor Steuern unter 48% sinken. Zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2032 soll es 44,9% betragen.

Dritte Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre

Die Bundesregierung berichtet über die Entwicklung der Arbeitsmarktlage sowie die wirtschaftliche und soziale Situation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anhand zentraler Indikatoren. Im Ergebnis hält die Bundesregierung die im Jahr 2007 beschlossene Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre weiterhin für notwendig und für vertretbar. Die stufenweise Einführung über den langfristigen Zeitraum bis zum Jahr 2031 schaffe Planungssicherheit und verhindere, dass Beschäftigte und Unternehmen überfordert werden.

Die wesentlichen Ergebnisse des Berichtes zur Anhebung der Altersgrenze sind:

• Die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat sich in den vergangenen Jahren ausgesprochen dynamisch entwickelt. Die Erwerbstätigenquote in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigenist seit 2000 stärker gestiegen als in allen anderen EU-Ländern, und zwar von 20% auf gut 58% im Jahr 2017.

• Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 60 bis 64 Jahren ist seit dem Jahr 2000 bis 2017 um rund 1,5 Mio. auf 2,1 Mio. gestiegen. Dieser Zuwachs geht mit einer steigenden Beschäftigungsquote einher, die bei den 60- bis 64-Jährigen mittlerweile rund 40% beträgt.

• Immer mehr Unternehmen stellen sich den Herausforderungen des demografischen Wandels, zum Beispiel durch eine stärkere Einbindung Älterer in betriebliche Weiterbildung oder durch eine altersgerechte Ausstattung der Arbeitsplätze.

Weitere Informationen
PDF-Dokument Rentenversicherungsbericht 2018 (PDF, 876 KB)
PDF-Dokument Dritter Bericht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre (PDF, 2 MB)

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des BMAS Nr. 45/2018 v. 28.11.2018


Das ganze Sozialrecht.
Auf einen Klick.

Das juris PartnerModul Sozialrecht premium

juris PartnerModul Sozialrecht premium

Die Premium-Variante des juris PartnerModuls Sozialrecht ergänzt dessen Inhalte durch 40 weitere renommierte Titel.

Jetzt hier gratis testen!

Cookies erleichtern uns die Bereitstellung und Verbesserung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Webseiten erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Der Nutzung können Sie in unserer Datenschutzrichtlinie widersprechen.

Einverstanden
X