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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:14.09.2020
Quelle:juris Logo

EU-Kommission unterstützt entscheidende Plasma-Forschung zur Behandlung von Covid-19

 

Die EU-Kommission wird die Forschung zu Verwendung von Plasma von Patienten, die von Covid-19 genesen sind, mit vier Millionen Euro unterstützen.

Das neue Forschungsprojekt SUPPORT-E soll festzustellen, ob die Covid-19-Konvaleszenzplasma-Transfusion – unter Verwendung von Plasma von Patienten, die sich von der Krankheit erholt haben – eine wirksame und sichere Behandlung darstellt. Die Finanzierung ist Teil der von der Kommission zugesagten 1 Mrd. Euro für Forschung zum Coronavirus, die für die Entwicklung von Impfstoffen, neuen Behandlungsmethoden und Diagnoseinstrumenten zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus bereitgestellt werden.

Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend sagte: "Die Verwendung von Plasma von Patienten, die sich von Covid-19 erholt und eine Immunantwort entwickelt haben, ist ein sehr vielversprechender Weg zur Behandlung der Krankheit, aber wir brauchen mehr Beweise für seine Wirksamkeit und Sicherheit. Die Kommission übernimmt eine wichtige Rolle, indem sie die internationalen Aktivitäten dabei unterstützt, den Wirksamkeitsnachweis zu verbessern und das Potenzial dieser Therapie zu bewerten sowie sicherzustellen, dass sie keine schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen hat."

SUPPORT-E wird von der European Blood Alliance (EBA) geleitet und vereint zwölf große Forschungseinrichtungen und klinische Zentren mit Forschungskapazitäten von Weltklasse aus sechs EU-Mitgliedstaaten sowie der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Es koordiniert und ermöglicht klinische Studien zu rekonvaleszenten Plasmatransfusionen, die in ganz Europa durchgeführt werden. Dies wird nicht nur dazu beitragen, Sicherheit und Wirksamkeit zu bestimmen, sondern auch besser zu verstehen, welche Patienten wie transfundiert werden sollten und wie die Spenden getestet und ausgewählt werden sollten, um das beste Behandlungsergebnis zu gewährleisten. Das Projekt ergänzt die bisherigen EU-finanzierten Forschungs- und Innovationsmaßnahmen und die Aktivitäten in der der öffentlichen Gesundheit, die die Kommission mit den Mitgliedstaaten koordiniert.

Quelle: EU-Aktuell v. 11.09.2020



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