Gericht/Institution:BGH
Erscheinungsdatum:05.09.2019
Entscheidungsdatum:13.08.2019
Aktenzeichen:5 StR 257/19
Quelle:juris Logo

Verurteilung im Berliner "Joker"-Mordfall bestätigt

 

Der BGH hat ein Urteil des LG Berlin bestätigt, das den Angeklagten, dessen Idol der böse "Joker" aus den Batman-Filmen war, wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt hatte.

Das LG Berlin hatte den Angeklagten wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt. Nach den Urteilsfeststellungen tötete der 15 Jahre alte Angeklagte, der sich mit der Kunstfigur des gewalttätigen Psychopathen "Joker" identifizierte, eine in ihn verliebte 14 Jahre alte Mitschülerin mit 23 Messerstichen. Motiv hierfür war, dass der Angeklagte den Gedanken an die Tötung eines Menschen "spannend" fand und sich fragte, wie es sich "anfühle", einen Menschen zu töten. Zudem wollte er "herausfinden", ob er die eigenhändige Tötung eines Menschen ertragen könne.

Der BGH hat die Revision des Angeklagten verworfen.

Nach Auffassung des BGH hat die Überprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben. Der BGH hat insbesondere mehrere Verfahrensrügen als unbegründet und die Annahme des Mordmerkmals der Mordlust als rechtsfehlerfrei angesehen.

Die Verurteilung ist damit rechtskräftig.

Vorinstanz
LG Berlin, Urt. v. 22.12.2018 - (513) 234 Js 108/18 KLs (19/18)

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des BGH Nr. 115/2019 v.  05.09.2019


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