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Gericht/Institution:BReg
Erscheinungsdatum:02.06.2020
Quelle:juris Logo

Corona-Warn-App in wenigen Wochen einsatzbereit

 

Die Bundesregierung plant die neue Corona-Warn-App Mitte Juni 2020 zu veröffentlichen.

Infektionsketten unterbrechen

Aufgabe der Corona-Warn-App der Bundesregierung sei es, Bürger, die Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatten, schnellstmöglich über diesen Kontakt zu informieren. Dies soll eine zeitnahe Isolation der Betroffenen ermöglichen und dazu beitragen, Infektionsketten zu unterbrechen. So könnten eine neue Infektionswelle verhindert und der Weg der schrittweisen Öffnung fortgesetzt werden.

Datenschutz hat Priorität

Die App habe bereits eingebaute Maßnahmen zur Sicherung der Privatsphäre. So werden alle Daten auf dem Telefon des Nutzers verschlüsselt. Auch werden keine Geo-Daten erhoben. Wer sich mit dem Virus infiziere, erfahre nicht, welche seiner Kontakte informiert werden. Und auch der Infizierte selbst bleibe anonym: Seine Daten werden nicht an die Kontaktpersonen weitergegeben. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus werde durch technische Maßnahmen verhindert. Der dezentrale kryptologische Ansatz der App verhindere eine personengebundene Nachverfolgung. Hinzu komme: Missbrauch oder unberechtigter Zugriff auf die App werden strafrechtlich verfolgt. Andere Behörden inklusive Strafverfolgungsbehörden haben keinen Zugriff auf die App.

Verlässlich in der Anwendung

Softwareentwicklung sei ein dynamischer und schwer planbarer Prozess. So werde bei der Corona-Warn-App erstmals weltweit Bluetooth zur Abstandsmessung eingesetzt. Nach aktuellem Stand soll die Anwendung Mitte Juni dieses Jahres, noch vor Beginn der Sommerferien, veröffentlicht werden.

Kein Zwang zum Download

Die Benutzung der App basiere ausschließlich auf Freiwilligkeit. Dabei gelte: Je mehr Personen die Anwendung nutzen, desto wirksamer sei die App. Denn wenn jeder und jede Einzelne schnell über eine mögliche Infektion informiert werde, könne sie oder er schnell reagieren und sich und andere schützen. Die App hehle also, die eigene Familie, Freunde und das gesamte Umfeld zu schützen.

Quelle: Pressemitteilung der BReg vom 29.05.2020



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