juris Nachrichten

  • Die wichtigsten Entscheidungen
  • Gesetzesentwicklungen und -vorhaben
  • Tagesaktuelle Auswahl der juris Redaktion

Die juris Nachrichten App jetzt gratis herunterladen

Login
Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:26.01.2021
Quelle:juris Logo

EU schützt Wildtiere vor Blei in der Umwelt

 

Die EU-Kommission hat am 25.01.2021 entschiedene Schritte unternommen, um wildlebende Tiere besser vor den negativen Auswirkungen von Blei in der Umwelt zu schützen.

Im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung wurde eine Maßnahme verabschiedet, um die Verwendung von Blei in Munition in oder in der Nähe von Feuchtgebieten künftig einzuschränken. Sie wird dazu beitragen, die Umwelt zu schützen, indem sie die Bleiverschmutzung deutlich reduziert. Dies kann den vorzeitigen Tod von rund einer Million Wasservögeln pro Jahr verhindern.

Blei ist eine hochgiftige Substanz, die den Boden und das Wasser kontaminiert, wenn sie in die Umwelt gelangt. Jedes Jahr werden 4.000 bis 5.000 Tonnen Blei aus Schrot in Feuchtgebiete freigesetzt. Es gibt erschwingliche Alternativen, beispielsweise Stahlschrotkugeln, die derzeit etwa so viel kosten wie Bleischrotkugeln. Mit der am 25.01.2021 verabschiedeten Maßnahme werden die nationalen Rechtsvorschriften zur Begrenzung der Verwendung von Bleischrot in Feuchtgebieten, die bereits in 24 Mitgliedstaaten gelten, harmonisiert und in ihrer Wirksamkeit verbessert. Sie wird in zwei Jahren in Kraft treten.

Die Beschränkung unterstützt die Ziele der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit und des Green Deal. Zudem unterstützt sie die Ziele der Vogelschutzrichtlinie und ist eine erste konkrete Maßnahme im Rahmen der neuen EU-Biodiversitätsstrategie 2030.

Quelle: EU-Aktuell v. 25.01.2021



Zur Nachrichten-Übersichtsseite