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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:16.03.2021
Quelle:juris Logo

EU-Kommission und BioNTech/Pfizer vereinbaren beschleunigte Lieferung von weiteren 10 Mio. Impfdosen

 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat am 16.03.2021 bekanntgegeben, dass das Unternehmen BioNTech/Pfizer im zweiten Quartal 10 Millionen zusätzliche Dosen seines COVID19-Impfstoffes an die EU-Staaten liefern wird.

„Ich weiß, wie entscheidend das zweite Quartal für die Umsetzung unserer Impfstrategien in den Mitgliedstaaten ist. Dank dieser beschleunigten Lieferung von 10 Millionen Dosen erhöht sich die Gesamtzahl der Dosen von BioNTech-Pfizer im zweiten Quartal auf über 200 Millionen. Dies ist eine sehr gute Nachricht. Sie gibt den Mitgliedstaaten Spielraum, um zu manövrieren und möglicherweise Lücken bei den Lieferungen zu schließen“, erklärte sie. Am Donnerstag tritt der zuständige Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur zusammen, um seine Ergebnisse zur Untersuchung des Impfstoffes von AstraZeneca vorzustellen. Mehrere Länder, darunter Deutschland, hatten den Einsatz des Impfstoffes pausiert.

Die zusätzlichen BioNTech/Pfizer-Impfdosen würden aus der Option auf 100 Millionen Dosen im zweiten Vertrag mit dem Unternehmen vorgezogen, die für das dritte und vierte Quartal 2021 vorgesehen sind. Der heutige Vorschlag der Kommission muss noch von den Mitgliedstaaten im gemeinsamen Lenkungsausschuss genehmigt werden.

EMA-Ausschuss tritt am Donnerstag zu Astra Zeneca zusammen

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat unterdessen gestern angekündigt, dass der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) am Donnerstag zusammentrifft, um eine Entscheidung zum Impfstoff von AstraZeneca zu treffen. Mehrere EU-Staaten, inklusive Deutschland, hatten den Einsatz des Impfstoffes nach vereinzelten Fällen von aufgetretenen Blutgerinnseln pausiert. „Die Experten untersuchen sehr detailliert alle verfügbaren Daten und die klinischen Umstände der einzelnen Fälle, um festzustellen, ob der Impfstoff dazu beigetragen haben könnte oder ob das Ereignis wahrscheinlich auf andere Ursachen zurückzuführen ist,“ erklärte die EMA gestern.

Die EMA erklärte auch: „Während ihre Untersuchung noch andauert, ist die EMA derzeit weiterhin der Ansicht, dass der Nutzen des Impfstoffs von AstraZeneca bei der Vorbeugung von COVID-19, mit dem damit verbundenen Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen, die Risiken von Nebenwirkungen überwiegt.“

Quelle: EU-Aktuell v. 16.03.2021



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