- 18.09.2026
- Deutsche Steuer-Zeitung (DStZ)
Bilanz in der Unternehmensbesteuerung zur parlamentarischen Sommerpause
Bevor der Bundestag im Herbst 2026 seine gesetzgeberischen Aktivitäten wieder aufgreift, soll hier eine (Zwischen-)Bilanz hinsichtlich der Vorhaben in der Unternehmensbesteuerung gezogen werden. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 wurde das sog. Standortfördergesetz final beschlossen und veröffentlicht. Mit dem Steuerberatungsänderungsgesetz, das im Juni 2026 verkündet und damit in Kraft getreten ist, kamen wenige weitere Änderungen mit Relevanz für die Unternehmensbesteuerung hinzu. Ein größeres Paket an steuerrechtlichen Änderungen steht mit dem sog. Jahressteuergesetz 2026 (JStG 2026) an, das die Bundesregierung mit einiger Verzögerung am 12.8.2026 in das Gesetzgebungsverfahren einbrachte.
Noch nicht weiter umgesetzt wurden die Maßnahmen, die die Bundesregierung mit ihrem 34-Punkte-Reformprogramm am 1.7.2026 vorstellte, worin sich ebenso einige steuerpolitische Bestrebungen finden. Schließlich stehen perspektivisch mit den Plänen auf EU-Ebene zu einem „Omnibus on Taxation“ und einem „DAC Recast“ noch weitere Maßnahmen an, mit deren nationaler Befassung frühestens in 2028 zu rechnen ist.
Die Autorinnen stellen die wesentlichen bereits beschlossenen bzw. bereits im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Maßnahmen mit Relevanz für die Unternehmensbesteuerung kurz dar und gehen im Ausblick überblicksartig auf die Vorschläge auf nationaler und internationaler Ebene ein.
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